Erfolgreicher Herbst für den FC Töss
Der FC Töss hat erfolgreiche Wochen hinter sich: Im Schweizer Cup gelang gar die Qualifikation für die Achtelfinals. Dank des gleichzeitigen Sieges von Winterthur über Tuggen ist die Eulachstadt nun die einzige Schweizer Stadt in der am 21./22. November gleich zwei Cupspiele stattfinden. Der FC Töss empfängt am Samstag den FC Luzern, während am Sonntag Winterthur gegen Thun um den Einzug unter die letzten acht Mannschaften kämpft. In der Meisterschaft der Gruppe 5 der 2. Liga Interregional liegt Töss zwei Spiele vor Ende der Vorrunde auf dem guten 3. Platz. Und im Schweizer Cup sind die Tössemer bis in das Achtelfinale vorgestossen, wo sie am 21. November den FC Luzern aus der Super-League erwarten. Allerdings gelang dieser Cupsieg nicht im ersten Anlauf. Gegner war der FC Muotathal aus der 3. Liga. Weil am ersten geplanten Termin aber ein Wintereinbruch das Spiel verhinderte, mussten die Tössemer Ende Oktober ein zweites Mal ins «Thal» reisen. Zwar waren die Tössemer auf dem Papier die Favoriten – im Cup zählen aber immer wieder andere Gesetze, und auch der FC Muotathal begann das Spiel engagiert und liess den Klassenunterschied vorerst vergessen. In den entscheidenden Momenten liessen aber die läuferisch und athletisch besseren Winterthurer ihre Klasse aufblitzen. Die Einheimischen erarbeiteten sich mehrere gute Tormöglichkeiten, waren aber im Gegensatz zu den Gästen im Abschluss zu wenig effizient.
Frühe Tössemer Führung
Muotathal versteckte sich nicht und kam bereits in der ersten Minute zu einer Möglichkeit. Der Tössemer Torhüter Meili konnte den Ball nicht kontrollieren, glücklicherweise war aber kein Muotathaler da, der den Abpraller erben konnte. Erst nach einer Viertelstunde kam Töss erstmals richtig vor das Muotathaler Tor – und nach einem Corner konnte Solomun bereits das Führungstor erzielen. Trotz des frühen Rückstandes änderten die Muotathaler ihre Taktik nicht. Bei Ballbesitz der Winterthurer zogen sie sich bis fünfzehn Meter vor die eigene Hälfte zurück und machten somit die Räume eng. Die Töss - emer liessen sich aber nicht zu unüberlegten Aktionen verleiten. Sie spielten sich den Ball geduldig in der eigenen Hälfte zu, bis ein freier Mitspieler in der gegnerischen Hälfte angespielt werden konnte. Töss kontrollierte in der Folge das Spiel und die Gegner hatten Mühe, aus dem Spiel heraus Chancen zu kreieren. Es gelang ihnen zwar ab und zu sich nach vorne zu kombinieren, doch der entscheidende Pass kam nicht an. Die Stürmer hatten gegen die schnellen und athletischen Verteidiger aus Töss einen schweren Stand. Nach Standardsituationen waren sie aber stets gefährlich. So auch nach zwanzig Minuten, als eine Hereingabe von Dario Gwerder etwas unverhofft den Weg bis zum hinteren Pfosten fand. Dort grätschte Kilian Heinzer den Ball neben das Tor. Im Gegenzug entwischte Murina der Muotathaler Verteidigung, doch Torhüter Gwerder liess sich nicht bezwingen. Noch vor Ablauf der ersten halben Stunde wäre Töss mit der bereits gezeigten Eckballvariante fast zum zweiten Mal zum Erfolg gekommen. Diesmal verfehlte der Kopfball das Ziel knapp. Auch die nächste Muotathaler Möglichkeit war ein Kopfball. Wiederum nach einem Freistoss verpasste der freistehende Kilian Heinzer (32.) den Ausgleich. Die restlichen Minuten vor der Pause gehörten den Tössemern. Gefahr entstand vorallem, wenn sie mit Tempo vorstiessen und die Schnelligkeit der Stürmer ausnutzten. Dank dem Muotathaler Goali – der nicht der einzige «Gwerder» im Team war – und dem Pfosten blieb es aber beim verdienten 1: 0 für Töss zur Halbzeit.
Tössemer abgeklärt
Nach der Pause hatten die «Thaler» zwei drei gute Möglichkeiten zum Ausgleich, die sie aber nicht nutzen konnten. Die vergebenen Chancen rächten sich umgehend. Bei einem schnell vorgetragenen Angriff fanden die Tössemer den gewünschten Raum. Perez Lopez entwischte dank seiner Schnelligkeit der Verteidigung und schoss den zweiten Treffer für die Gäste. Muotathal war nun gezwungen mehr für die Offensive zu tun. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit gelang es ihnen öfters aus dem Spiel heraus in die Gefahrenzone vorzudringen. Dabei kam ihnen sicher entgegen, dass sich die Winterthurer nach dem zweiten Tor ein wenig zurückzogen und ihnen etwas mehr Platz gewährten. Von einer Druckphase waren die Muotathaler aber weit entfernt. Töss spielte weiterhin zu clever und war mit seinen Angriffen stets gefährlich. Je länger die Partie dauerte, umso mehr beschränkte sich Töss auf das Verwalten des Vorsprungs. Fanden sie jedoch den Raum für einen Angriff, wurde dieser weiterhin genutzt. So stiess der eingewechselte Keserovic über links vor und spielte überlegt auf Mazrekaj (78.) an der Strafraumgrenze zurück. Dieser erzielte mit einem platzierten Flachschuss den dritten Treffer. Fünf Minuten vor Schluss wäre Dario Gwerder für Muotathal fast noch der Ehrentreffer gelungen. Sein Kopfball prallte aber an die Latte. So konnte schliesslich Töss einen ungefährdeten Sieg feiern – und wird nun am 21. November auf den FC Luzern mit Hakan Yakin treffen. Das Spiel findet auf dem Deutweg statt. De Tössemer wünscht viel Erfolg.

 

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