Der Stadtrat kommt

01-SR querKleinZum ersten Mal seit dem Abschluss des Projekts Töss kommt das Stadtratskollegium am 14. Mai zu einem öffentlichen Anlass nach Töss. Der von der Tösslobby organisierte „Blickpunkt Töss“ bietet Gelegenheit um Probleme anzusprechen, Lösungsvorschläge zu unterbreiten und nach dem Stand der begonnene Arbeiten zu fragen – und den Stadtrat in seiner neuen Zusammensetzung kennen zu lernen.

Dienstag, 14. Mai 2013 um 19 Uhr im reformierten Kirchgemeindehaus.

 

Am Dienstag, 14. Mai 2013 organisiert die Tösslobby im reformierten Kirchgemeindehaus unter dem Titel „Blickpunkt Töss“ eine Zusammenkunft der  Tössemer Bevölkerung mit dem Stadtrat von Winterthur. Es bietet sich an diesem Abend die Gelegenheit,  alles anzusprechen, was Tössemern und Tössemerinnen unter den Nägeln brennt, Ideen für die Steigerung der Lebensqualität in Töss einzubringen und sich über die laufenden Projekte in Töss zu informieren. Der Stadtrat wiederum hat die Möglichkeit aufzuzeigen, was er in Töss erreicht hat, was gerade umgesetzt wird und was noch geplant ist.
An der Veranstaltung können selbstverständlich  spontan Fragen gestellt werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Antworten präziser ausfallen und Ideen fundierter geprüft werden, wenn sie dem Stadtrat vorgängig zugestellt werden. Wir haben deshalb drei Kanäle geöffnet, über die Sie Ihre Anliegen frühzeitig einbringen können: Auf www.toess.ch finden Sie ein Formular, das Sie verwenden können, wahlweise schreiben Sie aber auch ein E-Mai an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder per Post an De Tössemer, Postfach, 8406 Winterthur.
Fast eine Tradition
Bereits in den Jahren 2000 und 2004 fanden gleichnamige Anlässe mit den damaligen Magistraten statt. Wenn man die Themen des ersten Blickpunkts betrachtet scheinen nicht 13 Jahre vergangen zu sein: Die Belastung durch den Verkehr der Zürcherstrasse  und den Verkehrslärm der A1 waren im Jahr 2000 zentrale Themen, daneben waren fehlende Wohnqualität und Integrationsfragen sehr präsent. Die Forderung nach einer gezielten Förderung von Töss, das sich im Vergleich zu andern Stadtteilen benachteiligt fühlte, wurde aber vom Stadtrat als unmöglich zurückgewiesen.
Vier Jahre später dann, mit einem neu besetzten Stadtrat, wurde das Unmögliche möglich. Insbesondere „De Tössemer“ hatte über mehrere Ausgaben hinweg auf die Probleme in Töss hingewiesen, den zunehmenden Autoverkehr, den desolaten Zustand des Zentrum Töss und die Gefahr, dass das Quartier slumähnliche Züge erhält. In einem flammenden Aufruf forderte der Redaktor Matthias Erzinger eine „Tössemer Agenda“ und fand viel Widerhall. Dies hatte unmittelbar zur Folge, dass der Stadtrat nicht mit leeren Händen nach Töss kam und an der Blickpunkt –Veranstaltung das „Projekt Töss“ initiierte.
Keine Feststimmung
2004 bis 2010 lief dann das „Projekt Töss“ , in dem sich Tössemerinnen und Tössemer mit unglaublichem Einsatz für die Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität in Töss einsetzten und auch die Beteiligten der Stadtverwaltung viel Enthusiasmus – jedenfalls die meisten – in diesen für alle neuen partizipativen Prozess einbrachten.
In diesen Jahren kam der Stadtrat wiederum zweimal nach Töss, zuletzt am Abschlussfest des „Projekt  Töss“ . An diesem Anlass wollte keine richtige Feststimmung aufkommen, zu viele Wünsche waren nicht erfüllt, zu viele Projekt schienen nicht vorwärts zu kommen, vor allem der grösste Traum, die Tieferlegung der Zürcherstrasse, war geplatzt.
Mit etwas zeitlicher Distanz lassen sich die Ergebnisse realistischer einordnen. Der grösste Gewinn für Töss war sicher das neue Selbstbewusstsein, die Erfahrung, etwas verändern und erreichen zu können sowie die Vernetzung im Quartier, welche mit der Gründung der Tösslobby auch eine organisatorische Gestalt annahm. Auch das GZ Bahnhof Töss und die Aussenstelle der Quartierentwicklung sind Ergebnisse des „Projekt Töss“.
Es gibt noch viel zu tun
Viele im „Projekt Töss“ angestossene Teilprojekte haben aber auch drei Jahre nach dem letzten Stadtratsbesuch  immer noch kaum begonnen oder sind in einem labilen Zustand : An der Zürcherstrasse ist noch keine Veränderung sichtbar, das Zentrum Töss macht weiterhin vor allem negative Schlagzeilen, im Güterschuppen zieht immer noch der Wind durch die Ritzen,  um den Reitplatz ist noch viel zu tun  – und das sind nur ein paar der Baustellen. Es ist deshalb wichtig, dass wir Tössemerinnen und Tössemer am Ball bleiben und dass der Stadtrat zu seinem Wort steht und seine Versprechen einlöst.
Nutzen Sie deshalb die Gelegenheit, erfahren Sie aus erster Hand, was bei uns in Töss noch geplant ist und mischen Sie sich mit Ihren Fragen und Anregungen ein.

Aus dem Tössemer vom März 2013

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 31. Mai 2013 um 13:51 Uhr
 

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