Die Zukunft nicht verspekulieren
altenbach_dani-150.jpgvon Dani Altenbach, dem neuen Präsidenten der SP Töss

1989 fiel die Berliner Mauer, das Ende des kalten Krieges war gekommen. Im Herbst 2008 schien mit der Bankenkrise das Ende des Kapitalismus gekommen. Es war aber nicht einmal das Ende der Mega-Bank UBS, die sich in den USA verspekuliert hatte, während sie im Schatten des Bankgeheimnisses die Vermögen der Reichen an ausländischen Steuerbehörden vorbeischmuggelte.


Diese Krise der Banken schädigte alle Firmen und Personen, die ebenfalls an den Börsen spekuliert und dort mit den fiktiven Instrumenten «Put» and «Call» auf Gewinne gewettet hatten. Die Banken, denen die Steuerzahler wieder auf die Beine helfen mussten, machten bereits 2009 wieder Gewinne. Die Arbeitslosenzahlen erreichten aber erst ein Jahr später, im Januar 2010 ihren Höhepunkt!

Die Firma Rieter ist immer noch ein wichtiger Arbeitgeber in Töss, obwohl auch sie in den 90er Jahren viele Arbeitsplätze in Billiglohnländer verlegt hatte. Auch als Anbieter von Lehrstellen ist Rieter in Töss wichtig. Weil ihre Kunden in der Krise Geld verloren hatten, fehlten ab 2008 Aufträge. Rieter musste deshalb vor einem Jahr Kurzarbeit einführen, um die Verluste zu reduzieren.

Unterdessen wird an den Spieltischen der Börsen schon um die Zukunft von Staaten (Griechenland) spekuliert. Der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt wird von den Wetten auf seinen Zerfall massiv bedrängt. Auch hier sind Schweizer Exportfirmen wie Rieter betroffen. Durch den Kurszerfall werden Schweizer Produkte in Europa teurer. Aber die Schweiz hat als Nicht-EU-Mitglied keine Stimme, um beim Euro mitzureden. Dem «Markt» und der Börse wohnt keine geheimnisvolle Kraft inne, die alles zum Guten der Menschen wendet. Diese Kraft hat allein der Souverän: Sie als Wähler/-innen bestimmen, ob Politiker/-innen an der Macht sind, welche nur die Interessen der Aktionäre im Sinn haben oder solche, welche die Risiken der Spekulation kontrollieren wollen! Die Staaten hätten die Aufgabe, ihre Einwohner vor der Macht globalisierter Riesenfirmen zu schützen. Diese Unternehmen müssen in die Verantwortung genommen werden. Damit sie nicht die Umwelt zerstören, nicht die Menschen ausbeuten und damit sie weiterhin – wie Rieter in Töss – Lehrstellen anbieten!

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 18:54 Uhr
 

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