Wer zahlt schon gerne Steuern?
altenbach_dani-150.jpgIn seinem Editorial erklärt Dani Altenbach, der Präsident der SP Töss, nochmals, weshalb man zur Steuergerechitigkeits-Initiative der SP "Ja" stimmen soll .




Die Steuerrechnung bereitet nicht pure Freude. Dennoch ist es selbstverständlich, dass wir sie zahlen: Damit bezahlen wir nämlich die Schulen für unsere Kinder, öffentliche Verkehrsmittel, Sozialwerke und vieles mehr, was der Staat uns bietet. Die Regeln schienen klar: Wer wenig verdient, zahlt wenig Steuern, wer mehr hat, zahlt mehr … Und wer viel mehr einnimmt, als zum Leben nötig ist, zahlt auch einen höheren Prozentsatz.

Aber halt! Der Trend geht seit ein paar Jahren in die umgekehrte Richtung! Wer sehr viel verdient, wird von einigen Kantonen mit tieferen Steuersätzen angelockt. Wenn man Reiche zu sich hole, habe man mehr Geld, obwohl die Steuerprozente für diese Leute tiefer sind, so lautet der Irrglaube. Das einzig sichere Resultat ist aber, dass Grossverdiener mit Jahreslöhnen von mehr als CHF 250 000.– viel weniger Steuern zahlen!

Kurzsichtiger geht es ja gar nicht mehr. Das Geld wird dem Staat einfach fehlen. Rund um den Kanton Zürich hat es Kantone oder Gemeinden mit tiefen Steuersätzen für Reiche. Deren Einwohnerinnen und Einwohner profitieren auch von Universitäten, Arbeitsplätzen, Kulturangeboten und Verkehrsmitteln im Kanton Zürich. Aber weil im Zürcher Budget das Geld fehlt, um mehr Lehrerinnen anzustellen, will der Kanton Zürich demnächst Schulstunden streichen! Dabei ist Bildung der wichtigste Faktor, damit die Kinder von heute morgen nicht arbeitslos werden, und dass die Wirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte aus der Schweiz anstellen kann.

Die Steuergerechtigkeits-Initiative der SP, über die wir am 28. November abstimmen, durchbricht diese gefährliche Dynamik! Sie verlangt, dass die Superreichen in der ganzen Schweiz den gleichen Mindeststeuersatz zahlen. So dass der Staat keine Einkommensverluste hat, die er am Schluss auf den Mittelstand und die Schwächeren abwälzen muss! Legen auch Sie ein Ja zur Steuergerechtigkeit in die Urne!

Dani Altenbach, SP Töss
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. November 2010 um 20:32 Uhr
 

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