Wohnen wie im Hotel?

altenbach_dani-150.jpgDani Altenbach, Präsident der SP Töss, schreibt im Tössemer vom Juni 2011 zur Wonbaupolitik:

Wohnen Sie gut? Ja? – Natürlich, Sie wohnen im friedlichen Töss. Vielleicht wohnen Sie in einer Genossenschaftswohnung oder in einem Altbau und zahlen relativ wenig Miete? Oder Sie gehören zu den Glücklichen, die sich in diesem vielseitigen Stadtteil ein Haus kaufen konnten?


Vielleicht gehören Sie aber auch zu den Leuten, die so viel Miete zahlen, dass Sie zum gleichen Preis auch ins Hotel könnten … Es ist aber nicht möglich, etwas Günstigeres zu finden. Die Preise steigen überall rund um die Zentren, wo die Arbeitsplätze sind.
Private Eigentümer vermieten ihre Wohnungen gemäss einer Erhebung des Bundes generell teurer, als der Staat oder die Wohnbaugenossenschaften. Sie geben oft Senkungen beim Hypothekarzins nicht weiter, beanspruchen aber den vollen Kostenanstieg, wie im Mietrecht erlaubt. Bei Mieterwechsel erhöhen sie die Mieten, man findet immer einen Mieter. Kosten für den normalen Unterhalt führen zu einer Mieterhöhung, obwohl das nicht zulässig wäre. Solche Vermieter sind Abzocker. Die Position der Mieter ist zu schwach, um sich zu wehren: Für eine Klage braucht es handfeste Beweise. Und das Verfahren vor Mietgericht ist teuer geworden!
Die Miete ist für fast alle von uns die höchste Ausgabe pro Monat. In diesem Bereich brauchen wir einen stärkeren Schutz als bisher! Wenn das nicht im eidgenössischen Mietrecht passiert, dann müssen die Städte und Gemeinden dafür sorgen, dass die Wohngenossenschaften günstige Wohnungen bauen können. Aber die Landpreise sind das Problem: Nirgends spielt der Markt so «frei», wie beim Boden, wo die Konkurrenz fehlt! Der private Grundeigentümer wird eingeladen, auf dem Buckel der Mieter seine Rendite immer mehr zu erhöhen. Hier muss der Staat Einhalt bieten.
Was tun? – Einen Ausweg schlägt eine Initiative der SP Zürich vor: Städte und Gemeinden sollen Bauzonen für günstiges Wohnen schaffen. Es braucht ein neues Gesetz, heute haben die Gemeinden zuwenig Möglichkeiten, gegen die Spekulation vorzugehen! – Auch im schönen Töss …
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 24. Juni 2011 um 09:41 Uhr
 

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