Winterthur im Sparwahn

altenbach_dani-150.jpgDani Altenbach, Präsident der SP Töss, schreibt im Tössemer vom Januar 2014:

Der grosse Gemeinderat hat uns kurz vor Weihnachten ein Wahnsinnsgeschenk gemacht: Keine Steuererhöhung für Winterthur! Toll! Weil ein immer grösserer Teil unseres Einkommens für Miete und die immer höheren Krankenkassenprämien verbraucht wird, sind wir doch froh, nicht überall noch mehr zahlen zu müssen. Aber was ist da ganz genau passiert? Die Stadt darf nach kantonalem Gesetz nicht mehr ausgeben, als sie einnimmt, das ist das eine. Das andere: Nach kantonalem Gesetz muss sie für Schule und Soziales jedes Jahr mehr ausgeben. Die kantonalen Zahlungen an die Stadt bleiben aber jedes Jahr gleich. Auf den Mehrausgaben bleiben wir hocken. Wir müssen dann an anderen Orten Sparen.


Die rechten Parteien, zuvorderst die GLP, gehen nun nicht als Vertreter von Winterthur in den Kantonsrat, um höhere Ausgleichszahlungen zu verlangen, damit die Stadt uns für die bezahlten Steuern weiterhin die gleichen Dienste geben kann wie bisher. Sie wollen auch nicht möglichst wenig Leistung abbauen und dafür ein paar Franken mehr Steuern zahlen. Sie sparen lieber noch mehr, um eine Steuererhöhung zu verhindern. Dabei: Wenn die Steuern in Winterthur von 122 auf 127 Prozent stiegen und Kantons-/Bundessteuern gleich blieben, dann müsste jemand, der bisher eine Steuerrechnung von 4 000 Franken hatte, im Jahr gerade mal 80 Franken mehr bezahlen! Und die Stadt hätte 15 Millionen mehr Einnahmen.
Wir werden also 2014 gleichviel Steuern bezahlen. Aber dafür bekommen wir weniger Spielplätze, Quartierkultur, Integrationsarbeit, Schullager, Museum, Schneeräumung, Schulhausrenovation, Spitex, Sportförderung und und und … Das sind Dinge, die Töss besonders hart treffen! Am 9. Februar sind Wahlen für den grossen Gemeinderat, in dem die bürgerlichen Parteien am liebsten eines machen: Die ganze Stadt kaputtsparen!
Präsentieren Sie diesen die Quittung und stimmen Sie am Wahltag für die SP. Auch die SP hält sich ans Gesetz. Aber sie schaut, dass nicht mehr Leistungen gestrichen werden, als unbedingt nötig. Und dass der Kanton seine Unterstützung an unsere Stadt an die gestiegenen Kosten anpasst!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Januar 2014 um 16:36 Uhr
 

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