J.C. Heer-Jubiläum

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Am 17. Juli wäre der Schriftsteller J.C. Heer 150 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass haben sich die Tössemer Quartiervereine, die Quartierzeitung „De Tössemer“ und der Kulturstreuer zusammengetan und ein vielfältiges Programm mit Lichter­schwemme, Filmen, Führungen durch Töss, einer szenischen Lesung und vielem mehr zusammengestellt. Die Veranstaltungen finden vom 10. bis 20. September 2009 in Töss statt.

 

Das erste Wochenende wird vor allem die beiden Heimatromane „König der Bernina“ und „An Heiligen Wassern“ thematisieren. Es werden drei Verfilmungen dieser Romane gezeigt, darunter auch „Eternal Love“ von Ernst Lubitsch aus dem Jahre 1929. Am zweiten Wochenende steht die Jugend von J.C. Heer in Töss im Zentrum; autobiographische Texte sind an der szenischen Lesung zu hören.

 

Das gesamte Programm finden Sie auf dem Programmflyer, weitere Infos und den Plan zum Spurenpfad auf dem Faltplan.

 

Der Faltplan ist zudem in einer gedruckten Ausgabe erhältlich im Bluemelade Töss, im GZ Bahnhof Töss und auf Bestellung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

 




Vorverkauf

Der Bluemelade Töss hat bis zum 17. August Betriebsferien. Der Vorverkauf beginnt daher am 18. August. Reservationen per E-Mail sind bereits ab 15. August möglich.

 



Bücher 

Antiquarische Bücher sind ab 15. August zum Geburtstagspreis von 150 Rappen bei der Kreisbibliothek Töss im Zentrum Töss erhältlich. Nur solange Vorrat! Die Bibliothek nimmt auch weiterhin gerne antiquarische Bücher entgegen.


Eine neue Ausgabe von „Joggeli“ ist zu Fr. 5.-- bei der Buchhandlung Thalia/Vogel, Marktgasse 41, erhältlich.

   

Bier

Exklusiv an unseren Veranstaltungen gibt’s das J.C. Heer-Bier, gebraut von der Brauerei G48 im Sulzerareal.



Wettbewerb

Die Gemeinde Pontresina spendet viele schöne Wettbewerbspreise, unter anderem zwei Wochenenden in Pontresina. Wettbewerbstalons können an den Veranstaltungen ausgefüllt und abgegeben werden.



Lichterschwemme

Am Eröffnungsanlass vom 10. September stehen Schiffli, Rechaudkerzen und Bastelmaterial zur Verfügung. Ihr könnt auch selbstgebastelte Schiffli mitbringen. Sie sollten aus Holz und nicht länger als 25 cm sein. Das schönste Schiffli wird prämiert!



Spurenpfad

Hier gehts zum Spurenpfad.



Die Filme


eternallove.jpgEternal Love, 1929, der letzte Stummfilm von Ernst Lubitsch. Mit John Barrymore als Markus Paltram und Camilla Horn, der Heldin aus Murnaus Faust, als Ciglia. Weitere Darsteller: Victor Varconi als Lorenz Gruber, Hobart Bosworth als Pfarrer Tass, Bodil Rosing als Haushälterin, Mona Rico als Pia und Evelyn Selbie als Pias Mutter. Der Film wurde in den Rocky Mountains gedreht. Bei der Erstaufführung in Chur gab es Proteste von Studenten, weil der Film „unschweizerisch und unbündnerisch“ sei. Der Film galt lange als verschollen. 2001 wurde er vom UCLA Film and Television Institute und der Mary Pickford Foundation restauriert. 71 Minuten.

Während des Krieges von 1806 besetzen französische Soldaten Pontresina und befehlen den Einwohnern, ihre Waffen abzugeben. Alle ausser dem Jäger Markus (John Barrymore) gehorchen. Markus und Ciglia (Camilla Horn), die Nichte des Pfarrers, lieben sich. Aber Pia, ein wildes Mädchen aus den Bergen, will Markus für sich gewinnen. An einer ausgelassenen Fastnacht, mit welcher das Ende des Krieges gefeiert wird, trinkt Markus zu viel und erschreckt Ciglia mit seiner rohen Leidenschaft. Pia sieht ihre Chance. Ihre Machenschaften zwingen die Liebenden, sich ihren tiefsten Gefühlen zu stellen und führen zu Gewalt und schliesslich Versöhnung…

Die äussere Handlung konzentriert sich auf die Liebesgeschichte zwischen Markus und Ciglia und weicht im Übrigen stark vom Buch ab. Die Dramatik der Geschichte und die Zerrissenheit von Markus Paltram werden aber im Film sehr gut umgesetzt. In der Schlussszene klingt auch noch die Legende der Liebenden auf der Isola Persa an.



bernina.jpgKönig der Bernina, 1957, von Alfred Lehner. Mit Helmuth Schneider (Markus), Waltraud Haas (Ciglia), Walter Janssen (Priester Tass), Heinrich Gretler (Landrat), Franz Messner (Konrad), Erich Dörner (Golci der Zigeuner), Ellen Schwiers (Pia), Leopold Esterle (Dreschner), Inge Konradi (Monika), Sepp Rist (Vater Gruber), Erich Auer (Sigismund Gruber), Walter Stummvoll (Dorfwirt Haffner), Helmut Schmid (Seni), Jenny Rausnitz (Magd Margret), Alfred Böhm, Kurt Bühlau und der kleinen Meriam Ben-Abteslam. Aussenaufnahmen in Guarda und Morteratsch. 88 Minuten.

Markus, ein eigenwilliger Aussenseiter und Wildhüter des Bernina-Massivs, kämpft tollkühn und unerschrocken gegen die brutalen Machenschaften der Wilderer. Die Liebe zu einer Frau bringt ihn in Gewissenskonflikte, die nur im Kampf um Leben und Tod gelöst werden können.

„König der Bernina“ ist ein schöner, klassischer Heimatfilm. Gemäss Umschlagtext „ein dramatischer Hochgebirgsfilm mit ergreifenden Menschenschicksalen und faszinierenden Tieraufnahmen.“ Wer das Buch gelesen hat, wird aber feststellen, dass die Dramatik der Geschichte im Film stark abgeschwächt ist. Es gibt sogar ein Happyend!



heiligwasser.jpgAn heiligen Wassern, 1960, von Alfred Weidenmann. Mit Hansjörg Felmy (Roman Blatter), Cordula Trantow (Binja), Hanns Lothar (Thöni Grieg), Karl John (Seppi Blatter, Romans Vater), Gustav Knuth (Der Presi, Hans Waldisch, Wirt zum Bären), Gisela von Collande (Fränzi Blatter, Romans Mutter), Margrit Rainer (Creszenz Waldisch, die Bärenwirtin), Leopold Biberti (der Garde, Hans Zuensteinen), Uta Kohlhoff (Vroni Blatter, Romans Schwester), Hans Hessling (Bälzi), Walter Ladengast (Kaplan Johannes), Fritz Schulz (der Dorfpfarrer), Jean Bruno (Thugi), John Bentley (Lemmy, ein Engländer), Gretl Mathis-Edmund (Susi). 97 Minuten.

Wasser bedeutet Leben. Doch im regenarmen Kanton Wallis, wo die Bauern den mächtigen Gletschern das kostbare Nass in hölzernen Leitungen abringen, hat der Berg schon viele Opfer gefordert. Deshalb sprechen die Walliser ehrfürchtig vom „Heiligen Wasser“. Wieder einmal droht die Lawine am Gletscherrand. Und wenn sie kommt, zerschmettert sie die Wasserleitungen an den Steilwänden und die Brunnen im Dorf St. Peter versiegen. So nimmt das Schicksal seinen Lauf: Ein Freiwilliger muss hinaus in die Wand, so bestimmt es ein uraltes Gesetz…

Hauptthema ist der Gegensatz zwischen der Moderne, die in Form des Tourismus und eines Tunnelbauers im Dorf Einzug hält, und den althergebrachten Traditionen. Auch der tief sitzende Aberglaube der Dorfbewohner wird schön dargestellt.
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 12. September 2009 um 22:55 Uhr
 

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