Geschrieben von: Monika Imhof   
Dienstag, den 05. Juli 2011 um 09:01 Uhr
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Monika Imhof,
in Tss wohnhaft seit 3. April 1993,
Prsidentin Tsslobby

Seit vielen Jahren findet in Tss alljhrlich ein Sommerfest mit Serenade im reformierten Kirchgemeindehaus Tss statt, kurz vor den Sommerferien. Ich selber bin als Mutter einer Tochter, die im kumenischen Kinderchor singt, seit sieben Jahren dabei, und ich freue mich jedes Jahr darauf.

Letzten Samstag war es also wieder soweit, und erstmals war ich auch aktiv beteiligt, weil ich seit letztem Jahr in der Kantorei mitsinge. Ich bin der Kantorei beigetreten, weil ich merkte, dass Singen Balsam ist fr meine Seele.

In Tss kann man in allen Alters- und Lebenslagen singen, das ist einfach toll. Die Tssemer Chre, die sich unter dem Dach der reformierten Kirche befinden, haben ihren gemeinsamen Auftritt an der Serenade.

Ich habe mir berlegt, warum mir das Fest so gut gefllt, auf den ersten Blick spricht nicht wirklich viel fr meine Begeisterung: die Musik ist so konzipiert, dass ein offenes Singen mit allen stattfinden kann, haut mich also auch nicht unbedingt vom Hocker, der Ablauf ist immer derselbe, die Hot Dogs und Kuchen erfllen die Erwartungen, Alkohol gibt es keinen, also was soll das?

Nach langem Nachdenken bin ich drauf gekommen: es ist das friedlichste und unspektakulrste Fest, das ich kenne, weit weg von einer rauschenden Party, kein Hype, nichts Neues, einfach Serenade.

Es kommen viele ltere Menschen aus dem Quartier, viele Familien mit ihren Kindern, und alle tanzen gemeinsam unter den Fittichen von Francis Feybli Volkstnze. Er kommt jedes Jahr und reisst die ZuschauerInnen erfolgreich von den Sthlen und bewegt sie, mitzutanzen. Wer sein undeinsundzweiunddreie mal gehrt hat, vergisst das nicht so schnell. Die Tssemerinnen und Tssemer tanzen friedlich im Freien in die Sommernacht hinein.

Seelenfrieden stelle ich mir so vor.