Geschrieben von: Rainer Zah   
Mittwoch, den 17. August 2011 um 00:00 Uhr

Ich bin momentan in den Ferien im Val Mstair in Graubnden (darum gabs auch letzte Woche keinen Blog). Das Val Mstair ist seit einem Jahr UNESCO-Biosphrenreservat und unberhrte Natur erlebt man hier berall - am Ufer des unverbauten und nicht zur Stromgewinnung genutzten Talbachs, an den steilen Hngen, die mit lichten Lrchenwldern bewachsen sind und natrlich auf den einsamen Alpwiesen. Super die ultimative Erholung vom stressigen Alltag im Unterland. Doch selbst aus meiner alpinen Perspektive finde ich das Naturpotenzial von Tss auch nicht so schlecht.

Die Tss ist zwar zum Grossteil begradigt, besitzt aber noch ihr natrliches Abflussregime, wie wir alle paar Monate bei Hochwasser sehen knnen und im nahegelegenen Linsental sieht auch das Flussbett schon recht natrlich aus. Das grsste Waldgebiet von Winterthur, der Eschenberg, ldt direkt vor unserer Haustre zu ausgedehnten Spaziergngen ein und auch Brhlberg und Ebnet bieten trotz neuen berbauungen immer noch viel Naturerlebnis. Doch auch in den Tssemer Quartieren hat die Natur ihren Platz erobert. Man trifft auf viele naturnahe Grten aber auch auf Industriebrachen, beispielsweise um den Tssemer Bahnhof oder im Schlosstal, welche Pionierpflanzen Lebensraum bieten. Besonders reizvoll: Der alte Industriekanal der Rieter AG, welcher trge zwischen Grten und Tssdamm dahinfliesst und in dem ich auch schon einen Hecht gesichtet habe.

Je mehr ich schreibe, desto mehr gluschtet mich die Natur in und um Tss und der Abschied aus der Bergwelt wird mir gar nicht so schwer fallen.

brigens: neue und beraschende Ausflugtipps zum Wandern, Walken, Joggen oder Biken in Tss finden sich auf dem TssGIS: http://www.stadtplan.winterthur.ch/toessgis

Viel Spass beim Entdecken!

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Rainer Zah,
in Tss wohnhaft seit Oktober 1995