Wünschen darf man sich alles
Töss-Blog
Geschrieben von: Karin Ingold-Wolfensberger   
Montag, den 26. Dezember 2011 um 00:00 Uhr
Und, wie war Ihr Weihnachten 2011? Besinnlich und froh oder doch etwas stressig und überladen?
Bei mir erhielt Weihnachten dieses Jahr eine weitere Dimension: Mit meinem Kind sah ich die Kerzen strahlender leuchten und das bunte Geschenkspapier raschelte wunderbarer. Das Kreischen der anderen Kinder wurde zu hochspannender Abwechslung und das Stimmengewirr, welches mich früher ganz nervös machte, wurde dieses Jahr zu einlullender Geborgenheit. Sogar um die Geschenke brauchte ich mir noch keine Gedanken zu machen. Meine Tochter ist noch so klein, da ist das Geschenkpapier schon Unterhaltung genug. Dennoch hatte ich Augen und Ohren offen für allfällige Geschenke, welche in Zukunft spannend sein könnten. Ich bildete dabei schon meine erste Haltung zu diesem ganzen Warenangebot, das auf unsere Kinder als Kosumenten zielt und ging dabei an Einigem vorbei, was ich für Cousin und Cousine im Vorbeigehen kaufen konnte. Aus meinem neuen Blickwinkel waren das dieses Jahr dann auch Dinge, die nicht teuer waren, aber wirklich gut bei den Kindern ankamen. Alles in allem kann ich also sagen: Für mich war Weihnachten 2011 Jahr eine echte Neuentdeckung!
Aber nun ist das Fest ja schon wieder vorbei und der Jahreswechseln steht bevor.
Die Gratis-Zeitungen und Boulevardblätter gaben Tipps für diesen Event und seine begleitenden Traditionen. Der einheitliche Tenor dabei: Man solle sich nur solche Vorsätze machen, die man auch halten könne.
Wie weiss ich schon, was ich einhalten kann?
Viel lieber wünsche ich mir vom neuen Jahr einige Dinge. Bei uns Zuhause galt schon immer: "Wünschen darfst du dir alles!" Ich schrieb also ellenlange Wunschlisten oder klebte ganze Leimstifte leer mit ausgeschnittenen Spielsachenabbildungen. Dabei verlor ich regelmässig den Überblick darüber, was ich mir am sehnlichsten wünschte und konnte so keinerlei Prioritäten setzen. Das wirkte sich dann auch auf die tatsächliche Geschenkepalette aus. Aus diesem Grunde bin ich nicht sicher, ob ich das für mein Kind auch so machen werde.
Doch für Töss im Jahr 2012 möchte ich es anwenden, weil ich so viele Wünsche habe für's Jahr 2012.
Ich wünsche mir, dass:
  • der "Grüne Hund" weiterhin so preiswerte Menus anbietet und so gut kocht.
  • die netten Verkäuferinnen und der Verkäufer in der Bäckerei Schneider weiter so gute Laune verbreiten.
  • die gute Nachbarschaft im Quartier genau so bleibt wie sie im 2011 war.
  • auf dem Reitplatz ein grosses Mulitkulturelles Fest stattfindet.
  • weniger Verkehr auf der Zürcherstrasse Töss zerschneidet.
  • die Jugendlichen, die das Zentrum Töss als Treffpunkt benützen, ihren Abfall wieder aufnehmen, wenn er ihnen zu Boden fällt.
Haben auch Sie Wünsche für Töss im Jahr 2012?
Ihnen allen einen guten Start ins neue Jahr!
kariningold

Karin Ingold-Wolfensberger
wohnt seit 2007 in Töss und arbeitet als Lehrerin im Schulhaus Laubegg.