Eingefroren? - Nicht Alle(-s)!
Töss-Blog
Geschrieben von: Dani Altenbach   
Montag, den 13. Februar 2012 um 00:00 Uhr
Super, es ist Ferienzeit in Winterthur! – Schulferien bedeuten für mich Erholung: Es gibt keine Schulpflegesitzungen, Schulbesuche kann ich natürlich auch keine machen und auch Parteisitzungen werden nicht in die Ferien gelegt. Wenn dann noch die Kinder im Skilager sind und die Freunde entweder am roten Meer oder im Engadin, dann wird es schon fast etwas langweilig… Mit der aktuellen Kältelage scheint mir das halbleere Winterthur noch mehr eingefroren!
Zeit, etwas Wärme ins Leben zu bringen! Die einzig wahre Wärme kommt von Innen! Auf geht es zur 2-tägigen Schneeschuhtour auf den Chasseral und Mont Soleil im Berner Jura. Beim Aufstieg auf den 1607m-Gipfel kommt die innere Wärme voll zum tragen. Dennoch ist es wichtig, gut auf Jacke, Mütze und Schal zu achten, denn auf dem Gipfel bläst uns der scharfe Ostwind fast hinunter ins Tal! Wir versuchen die innere Wärme mit einem Schluck Williams aus dem Fricktal zu unterstützen, aber die Lippen frieren am Hals des metallenen Flachmann fast an… Am nächsten Mittag schein der Mont Soleil zu halten, was sein Name verspricht: Die Sonne leuchtet vom blauen Himmel auf die Windturbinen und das Versuchsfeld der BKW für Solaranlagen. Mit Karte und Kompass, den kalten Wind schön im Rücken, stapfen wir durch den Tiefschnee Westwärts. Die Menschenleere der Gegend hat nun eine positive Qualität: Die Aussicht auf die glitzernd verschneiten Hügel mit vereinzelten Gehöften und majestätische Tannen ist wunderbar!

Auch Rolf Erb geniesst seine eisige Aussicht von Schloss Eugensberg – aber wahrscheinlich schläft er momentan etwas weniger gut, als vor dem Prozess gegen ihn. Denn die Richter am Bezirksgericht Winterthur sind nicht in den Ferien, sondern versuchen wohl gerade, zügig ein klares Urteil zu begründen.

Sie haben zu Beginn des Prozesses den letzten Verzögerungsversuchen von Erb einen Riegel geschoben. Es liegen viele Indizien auf dem Tisch, dass Rolf Erb den Bankrott des Erb-Imperiums jahrelang mit schlechten Buchhaltungstricks hinausgeschoben hat. Wenn er sagt, dass der verstorbene Vater schuld war, dann ist wohl nur ETWAS Wahres dran: Durch den Nachlassverwalter ist die Sache nach dem Tod des Vaters Hugo Erb schneller aufgeflogen!

Jede Bewegung um die Schosshof-Immobilien, denen das Zentrum Töss gehört, ist schon lange eingefroren worden: Im Kanton TG muss zuerst ein Gericht klären, ob die Firma zu recht den jungen Söhnen von Rolf Erb gehört oder ob die AG zugunsten der vielen Gläubiger verkauft werden muss. Die Thurgauer Richter warten gespannt auf ein Zeichen aus Winterthur. Ob es für das Zentrum Töss dann viel besser wird, wenn es schnell an die Meistbietende verkauft werden muss? Das müssen wir abwarten… (oder sollen wir für eine gemeinnützige Genossenschaft Kapital sammeln und das Zentrum selber kaufen??)

Bevor an jener Front etwas passiert, erwarten wir mal den Frühling. Der bringt auch Bewegung, nämlich für die Frösche im Dättnau und die Pflanzen im Quartier und für alle VelofahrerInnen, die gerade eine Kältepause eingelegt haben!
daniA

Dani Altenbach

lebt seit 2001 im Eichliackerquartier und macht Politik für die SP.