Abgespeckte Verkehrsberuhigung im Eichliacker
Das Departement Bau & Mobilität hat auf die Rückmeldungen bezüglich der geplanten Verkehrsberuhigungsmassnahmen im Eichliackerquartier reagiert: statt einer Vollsperrung der Dammbrücke soll diese weiterhin in Richtung stadtauswärts befahrbar sein. Aktuell liegen die entsprechenden Unterlagen auf.
Im Vergangenen Herbst hatte das Departement Bau und Mobilität die Bevölkerung an einer Informationsveranstaltung über mögliche Massnahmen gegen den Schleichverkehr im Eichliackerquartier informiert (https://www.toess.ch/eichliacker-dammbruecke-als-triggerpunkt/). Als beste Variante wurde eine vollständige Sperrung der Dammbrücke vorgeschlagen. Eine Gruppe von Bewohner:innen übte in der Folge Kritik an dieser Variante und forderte mit einer Petition das Departement auf, eine andere Lösung zu suchen. Kritisiert wurde, dass der östliche Teil des Eichliacker-Quartiers durch diese Massnahme unverhältnissmässig eingeschränkt würde und weite Umwegfahrten in die Stadt die Folge wären, obwohl der Durchgangsverkehr jeweils nur rund zwei bis drei Stunden andauere.
Neu nur noch stadtauswärts gesperrt
Aiuf diese Kritik hat das Departement Bau und Mobilität reagiert, wie der Kommunikationsverantwortlich Michael Graf gegenüber den «Tössemer» ausführte. Es wurde umfangreiche Zusatzevaluationen gemacht. Neu schlägt die Stadt statt einer Vollsperrung der Dammbrücke eine Lösung mit einer Einbahn-Signalisation Stadtauswärts vor (Bild). Damit könne ein grosser Teil des Durchgangsverkehrs verhindert werden, da dieser vorallem stadteinwärts ein Problem darstelle. Seit verangenem Freitag liegen nun die definitiven Pläne auf und Betroffenen können konkrete Einwendungen einreichen.
«Es wurden auch eine Barriere-Lösing und eine Lösung mit versenkbaren Pollern geprüft» hält Michale Graf fest. «Die Studie hat aber ergeben, dass mit einer Barrieren-Lösung über die Brücke führende Veloroute stark beeinträchtigt würde. Und Pollerlösungen erhöhen das Unfallrisiki, wie sich in der Stadt Zürich gezeigt habe. Zudem seien Poller in der Anschaffung und im Unterhalt sehr teuer, werde in der zusatzstudie dargelegt. Daher habe sich das Departement schlussendlich als Entgegenkommen gegenüber den Anwohnerinnen für eine Einbahnlösung entschlossen.
Trotzdem Rekurse?
Wie der Landbote schreibt, prüfen Anwohner:innen nun effektive die Einreichung eines Rekurses auch gegen die neue Variante. In den Kommentarspalten auf der Tamedia-Seite wird aber auch Kritik an dieser Gruppe geäussert. Sie seien durch den Durchgangsverkehr faktisch nicht betroffen und verhinderten mit ihrem Vorgehen eine Entlastung des westlichen Teils des Quartiers. Allerdings werden sich Kritiker:innender Teilsperrung sowieso schon bald für längere Zeit mit eienr Vollsperrung abfinden müssen: wegen der Bauarbeiten zum Mehrspur Winterthur-Zürich Projekt wird die Dammstrasse für den Motorfahrzeug-Verkehr längere Zeit gesperrt bleiben…
DEr Detailbericht zu den geprüften Varianten ist hier erhältlich.

